Mord im Affekt und Gefängnis Strafe für Ingrid van Bergen

Wie es zu dem Tatverlauf kam, durch dessen Folge Ingrid Van Bergen zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt wurde

Ingrid van Bergen war in den 50er und 60er Jahren eine der grössten und bekanntesten deutschen Schauspielerinnen. Bis zur Nacht des 2. Februar 1977. In dieser Nacht erschoss sie ihren langjährigen Geliebten Klaus Knaths, als er spät in der Nacht nach Hause kam. Es war kein vorsätzlicher Mord, alles passierte einfach im Affekt, sagte Ingrid van Bergen später. Er habe sie jahrelang gedemütigt und sie mit Prostituirten hintergangen. Sie erzählten ihr wie gut sie jenes Schlafzimmer kannten, in dem Ingrid van Bergen damals neben Klaus Knaths schlief.

Van Bergen war sehr Eifersüchtig. In der Tatnacht wartete sie wieder einmal in der gemeinsamen Villa am Starnberger See auf ihren Freund. Sie hatte viel Alkohol getrunken, Fotos im Kamin verbrannt und nachgedacht. Knaths, der um 20 Uhr zu Hause sein wollte, kam nicht. Als er um etwa 1 Uhr Nachts zu Hause eintrifft, befindet sich Van Bergen nicht mehr im gemeinsamen Wohnzimmer, sondern erwartet ihn im Schlafzimmer auf dem Bett sitzend. Bei ihr befindet sich Knaths Pistole, die er für Notfälle im Hause liegen hatte. Was darauf folgt ist ein Streitgespräch. Jedoch hat Ingrid van Bergen an den genauen Wort- und Tatverlauf keine Erinnerung mehr.

Fest steht jedoch, dass im Schlafzimmer der erste Schuss fiel, der sein Ziel wohl jedoch verfehlte. Knaths schaffte es noch ins Erdgeschoss, um seine Mutter anzurufen und ihr zu erzählen, dass seine Frau auf ihn schiesse. Darauf folgt ein zweiter Schuss. Doch diesmal verfehlt er sein Ziel nicht. Nach einem weiteren Treffer schleppt sich Knaths aus dem Haus, wo er in den Rosenbüschen verblutet. Ingrid van Bergen wurde darauf zu sieben Jahren Haft verurteilt, durfte jedoch das Gefängnis nach fünf Jahren verlassen.

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