Der Dacia Logan MCV im Test 2009

Im Jahre 2009 wurde der Dacia Logan MCV von verschiedenen Zeitschriften getestet.

Die rumänische Renault-Tochter Dacia hat mit dem Dacia Logan MCV einen Preisbrecher vorgelegt, der in der Kombiklasse keine Konkurrenz fürchten muss. Vorurteile gegenüber Autos "Made in Südosteuropa" sind nicht angebracht, schließlich basiert der Dacia auf der bewährten Renault-Technik. Der geringe Preis von nur 8500 Euro erklärt sich durch den konsequenten Verzicht auf überflüssigen Luxus und die günstigeren Lohnkosten in Rumänien.

Das Basismodell verfügt weder über Fensterheber, Klimaanlage, Servolenkung oder lackierte Stoßfänger in Wagenfarbe. Dementsprechend überschaubar fällt das Armaturenbrett aus, mit dessen Funktionen man schnell vertraut wird. Wer auf den gewohnten Ausstattungskomfort nicht verzichten möchte, sollte besser zur "Laureate-Version" des Dacia Logan MCV greifen. In der Basisversion überzeugt der 4,47 Meter lange Dacia, durch seinen riesiges Platzangebot (2350 Liter Stauraum beim Umklappen aller Rückbanken) und seine grundsolide Verarbeitung. Der MCV fasst mit der zusätzlichen zweiten Rückbank bis 7 Personen.

Diverse Test-Ergebnisse aus 2009 bemängelten die lauten Fahrgeräusche und das fehlende ESP, welches ebenso wie ein Rußpartikelfilter, weder serienmäßig noch gegen Aufpreis erhältlich ist. Das schwammige und indifferent wirkende 5-Gang-Getriebe wurde ebenfalls kritisiert. Auf der Autobahn konnte der Logan MCV mit seiner Spritzigkeit punkten. Die Heckklappe ist teilbar und lässt sich seitlich öffnen. Zusammen mit der niedrigen Ladekante und den assymetrisch teilbaren Rückenlehne, eignet sich der Rumäne hervorragend zum Transport von sperrigen Gegenständen.

Obwohl Dacia eindeutig über den Preis seine Kunden gewinnen möchte wurde der Logan MCV Ende 2008 optisch modernisiert. Die neue Frontpartie mit seinem schwarzen Kühlerlamellen, die vergrößerten Außenspiegel und die Innenverkleidung in Alu-Optik haben das Fahrzeug deutlich aufgewertet. Dennoch wird die Innenraumverkleidung vorrangig durch günstiges Hartplastik bestimmt.

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