Zuzüglich MwSt Bedeutung und Rechtliches

Hintergünde und Erklärung der Begriffe Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer anhand von Beispielen

Die MwSt. - auch Umsatzsteuer genannt - ist eine indirekte Steuer, welche nur den Erlös für die erbrachte Leistung besteuert. Sie wird prozentual nach dem jeweils geltenden Prozentsatz errechnet. Von den einzelnen Unternehmen wird jedoch nur die Wertschöpfung, somit nur die Leistung besteuert, die es selbst erbracht hat, und erst der Endverbraucher trägt die volle Umsatzsteuer.

Wie errechnet sich nun die Wertschöpfung? Ein Unternehmen kauft zum Beispiel Rohstoffe, die es für die Herstellung seiner Produkte benötigt und zahlt dafür 1.000,00 Euro. Zzgl. bezahlt es 19% MwSt., somit insgesamt 1.190,00 Euro. Aus den Rohstoffen stellt das Unternehmen nun seine Waren her und verkauft diese für 2.000,00 Euro an den Endverbraucher, zzgl. 19 % MwSt., somit insgesamt 2.380,00 Euro. Da es rechtlich verpflichtet ist, die vereinnahmte MwSt. an das Finanzamt abzuführen, darf es sich jedoch die bereits an den Rohstofflieferanten gezahlten 190,00 Euro MwSt. abziehen, versteuert und bezahlt also nur seine Wertschöpfung von 1.000,00 Euro, in dem er an das Finanzamt die zzgl. MwSt. von 190,00 Euro überweist. Der Endverbraucher trägt allein die gesamten 380,00 Euro an MwSt.

Rechtliches findet man im Umsatzsteuergesetz (UStG), was am 26.11.1979 ausgefertigt und nach Zustimmung des Bundesrates zum 01.01.1980 in Kraft getreten ist. Inhaltlich von Kapitel I Steuergegenstand und Geltungsbereich, Kapitel II Steuerbefreiung und Steuervergütung, Kapitel III Bemessungsgrundlagen, Kapitel IV Steuer und Vorsteuer, Kapitel V Besteuerung, Kapitel VI Sonderregelungen bis zum Kapitel VII Durchführung, Bußgeld-, Straf-, Verfahrens-, Übergangs- und Schlussvorschriften, sind alle einzelnen Punkte hinsichtlich der Beachtung des Umsatzsteuergesetztes festgehalten. Insbesondere ist zu beachten, dass die zzgl. MwSt., welches das Unternehmen beim Verkauf der Waren vom Endverbraucher erhält, sie nur zu treuen Händen erhält. Ein Nichtabführen an das Finanzamt wäre rechtlich eine Umsatzsteuervorenthaltung und ist strafbar, da es einer Unterschlagung gleichkäme. Mittels einer Meldung (Umsatzsteuervoranmeldung) muss das Unternehmen diese Steuereinnahme an das Finanzamt melden.

  • ÄHNLICHE EINTRÄGE