EnBW steigt bei Leipziger Gasversorger VNG ein

Viele Kunden fragen sich, ob sich ihre Preise und Tarife ändern, wenn der Strom-Konzern EnBW mit VNG fusioniert.

Der EnBW, der seinen Sitz in Karlsruhe hat, plant Berichten zufolge be dem Leipziger Gasversorger VNG einsteigen. Scheinbar will EnBW eine Beteiligung von bis zu 48 Prozent verkaufen und VNG scheint sehr interessiert zu sein. Der ostdeutsche Konzern VNG ist der drittgrößte Stromkonzern in ganz Deutschland. Zeitungsberichte sprechen von einer Verkaufssumme von etwa 1,2 Milliarden Euro. Die Einigung wurde jedoch immer wieder aufgeschoben, da im Juni 2009 umfassende Untersuchungen des Bundeskartellamts eingeleitet wurden. Dieses möchte mögliche Einschränkungen des Wettbewerbs im Energiemarkt in Deutschland ausdrücklich verhindern. Das Bundeskartellamt gibt an, dass gerade in Ostdeutschland kein fairer Wettbewerb mehr möglich wäre.

Das Bundeskartellamt hat schließlich entschieden, dass EnBW einen Anteil von 26 Prozent an EWE erwerben darf. Jedoch geschieht dies nur unter Auflagen: Eines der beiden Unternehmen muss sich von seinen Beteiligungen am Gasmarkt in Ostdeutschland trennen. Daher muss entweder die EnBW ihre Beteiligungen an einem sächsischen Strom- und Gasunternehmen aufgeben. Oder die EWE ihren Anteil von 47 Prozent an der VNG.EnBW entschied anschließend den ostdeutschen Gasversorger Geso zu verkaufen. Damit sollten die Auflagen des Bundeskartellamtes erfüllt werden, und einer Übernahme der 48 % Anteile der EWE an der VNG nichts mehr im Wege stehen (so der Stand Sommer 2009). Nach neusten Informationen vom 6. januar 2010 befindet sich Verkaufsprozess der sächsischen Beteiligungsholding GESO mittlerweile im Gange.

Die EnBW gibt auf ihrem Internetauftritt bekannt, dass sie Verhandlungen mit der TWD (Technischen Werke Dresden) führt. Über weiteres haben beide konzerne jedoch Stillschweigen vereinbart. Der EnBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis äußerte sich positiv über diese Verhandlungen: "Uns war immer wichtig, dass der Unternehmensverbund GESO mit den Säulen DREWAG und ENSO zusammengehalten und damit insgesamt gestärkt wird. Die Technischen Werke Dresden erfüllen diese Voraussetzung. Dies ist mir wichtig, da wir auf eine gute und langjährige gemeinsame Partnerschaft mit der GESO zurückblicken und uns der Stadt Dresden, der Region Ostsachsen und dem Bundesland Sachsen sehr verbunden fühlen." (ZITAT: Hans-Peter Villis).

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