Schreibschrift aus dem kyrillischen Alphabet

Kyrillisch in Schreibschrift schreiben wie im 17. Jahrhundert

Das kyrillische Alphabet wird auch Kyrizilla genannt. Die ersten beiden Buchstaben des traditionellen Alphabeths wird auch Asbuka genannt. Die Kyrizilla ist eine Buchstabenschrift, die vorallem in slawischen Sprachen des europäischen und asiatischen Kontinents Anwendung findet, z. B. in Russland, in Bulgarien, in der Ukraine.Auf dem europäischen Kontinent ist sie eine der drei offiziellen Landessprachen.

Das Alphabet ist nach Kyrill von Saloniki benannt, obwohl seine glagolitische Schrift kaum Öhnlichkeiten zur kyrillischen Schrift aufweist, zumal Kyrill von Saloniki ein Jahrhundert vor Entwicklung der Schrift am Hofe der bulgarischen Zaren in Preslaw lebte. Damit kann also ausgeschlossen werden, dass die Schrift direkt von Kyrill stammt. Ein möglicher Grund, warum sie dennoch nach dem "Slawenlehrer" Konstantin, der sich später selbst als Kyrill bezeichnete, benannt ist, könnte sein, weil seine glagolitische Schrift das kyrillische Alphabeth erst komplettierte. Die kyrillische Schreibschrift fand ihren Ursprung im 10. Jahrhundert in Ostbulgarien und entspringt dem mittelalterlichen, byzantinisch- griechischen Alphabet. Dieses wurde dann wiederum durch glagolitische Laute erweitert und zwar an jenen Stellen, an denen man Elemente der Sprache einbringen musste, deren sogenannte Phoneme nicht im Griechischen vorkamen.

Noch im 17. Jahrhundert glich die Schreibschrift der griechischen Unziale. Erst mit der angeordneten Modernisierung von Zar Peter dem Großen begann sich die Kyrizilla dem lateinischen Schriftbild anzugleichen. In Russland fanden weitere Entwicklungen des Kyrillischen statt. 1918 wurden einige Laute aus der russischen Schrift nach der Reformierung entfernt, in Bulgarien geschah eine ähnliche Entwicklung erst nach dem 2. Weltkrieg.Heutzutage sind viele Gebiete, die das kyrillische Alphabet und deren Schreibschrift verwenden, modernisiert.

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