Andrea Ypsilanti als Ex-Vorsitzende SPD-Fraktion und privat

Die hessische Landtags-Abgeordnete und SPD-Politkerin lebt privat in einer Familien-Wohngemeinschaft und mag Wein.

Ihr Werdegang könnte bodenständiger kaum sein: Andrea Ypsilanti wurde am 8 April 1957 als Andrea Dill in Rüsselsheim geboren. Ihr Vater arbeitete als Werkzeugmacher bei Opel, ihre Mutter war Hausfrau, also gute Voraussetzungen für ein frühzeitiges sozialdemokratisches Denken. Nach dem Abitur wird sie Stewardess, ihr Aussehen gibt es ja ohne weiteres her, und verliebt sich bei einem längeren Auslandsaufenthalt in den Griechen Emmanuel Ypsilanti, heiratete ihn, womit die Herkunft des etwas ungewöhnliche Namen erklärt wird, und wird 1992 geschieden. Sie absolvierte eine Soziologiestudium, welches ihr bei dem recht rasanten Erklimmen der Karriereleiter sehr behilflich war. Sie ist bodenständig geblieben, ließt gerne Krimis, brüllt auf dem Fußballplatz für den 1 FC. Nürnberg und trinkt auch gern mal ein Bier.

Andrea Ypsilanti, die gebürtige Rüsselsheimerin, ist, oder sollte man sagen war, eine "Vorbildsozialdemokratin", denn es ging politisch steil bergauf. 1986 trat sie in die SPD ein, wurde über die Jusos Mitglied des Bezirksvorstandes, dann im Landesvorstand bis hin zur Landeschefin, bis sie Grundsatzreferentin in der hessischen Staatskanzelei wurde und zog 1999 in den Landtag ein. Als Landesvorsitzende der Hessen-SPD wurde sie als Spitzenkandidatin der 2008 stattgefundenen Landtagswahl nominiert und wollte Roland Koch als Ministerpräsident ablösen. Dieses Vorhaben musste aber scheitern, nach dem sie, entgegen aller Wahlversprechen, eine Koalition mit der Linkspartei nicht mehr ausschloss. Blamabel für sie, da selbst Genossen aus der eigenen Reihe ihre Treue zur Landesvorsitzenden in Frage stellten und gegen sie stimmten. Zu spät bemerkte sie ihre Fehler und trat von allen Ömtern zurück.

Ihre private Devise lautet "abwarten und Tee trinken", wobei ein Gläschen Rotwein auch willkommen sein darf, und zuhause ist sie das, was sie im Landtag nicht sein kann, der Boss.

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