UZ Pressefest Dortmund als Volksfest mit Besucheranzahl

Infos über das traditionelle kommunistische Fest UZ-Pressefest

Das Pressefest der UZ ist ein in Dortmund abgehaltenes und von der kommunistischen Zeitung "Unsere Zeit" 1972 ins Leben gerufenes Fest. Dieses wird in enger Verbindung zur Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) veranstaltet, dessen Zentralorgan die UZ ist. Das Pressefest gilt als das größte in Deutschland abgehaltene kommunistische Fest und liegt damit in der Tradition ähnlicher Feste in Frankreich, Italien, Österreich oder Portugal.

Das 1973 erstmals ausgerichtete Pressefest der UZ fand in Düsseldorf statt und konnte sich über mehr als 700.000 Besucher freuen, die der zweitägigen Veranstaltung folgten. In der Folge gab es jedoch Schwierigkeiten mit der Stadt Düsseldorf und das Fest wurde zunächst nach Recklinghausen verschoben. Von dort wanderte das Pressefest weiter nach Essen, Duisburg und Bottrop, bis es 1995 in Dortmund landete und seither dort in zweijährigem Rhythmus ausgetragen wird. Die Besucherzahlen gingen jedoch in den letzten Jahren stark zurück. Von anfänglich 700.000 Gästen sank die Zahl auf etwa 200.000 bis 300.000 in den 80er Jahren. Zuletzt kamen laut den Veranstaltern jedoch nur etwa 50.000 Besucher nach Dortmund. Dies dürfte an dem kommunistischen Charakter des Festes liegen, das sich selbst irgendwo zwischen einem Volksfest für alle und einer politischen Veranstaltung eingeordnet sieht.

Das Pressefest bietet ein breites Angebot an politischen Diskussionen und Workshops, an Kabarett und Musik. Es gibt zudem Lesungen von Schriftstellern und Politikern. Häufig lassen sich namhafte Künstler ihres Genres erleben, wie etwa der Musiker Konstantin Wecker. Daneben erhalten zahlreiche literarische Verlage die Möglichkeit, sich und ihr Werk auf dem Fest vorzustellen. Insgesamt steht das Pressefest der "Unsere Zeit" unter dem Motto der Solidarität unter den Menschen.

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