Verbraucherzentrale warnt vor Opendownload

Verbraucherschützer warnen vor einer Anmeldung auf Opendownload.de

Gute Software muss nicht teuer sein. Wer kein Geld für Programme ausgeben will, kann sehr bequem auf kostenfreie Alternativen zurückgreifen: "Freeware" lautet das Zauberwort, das für frei zugängliche und nutzbare Software im Internet steht. Diese wird den Benutzern somit vom Urheber ohne Gegenleistung zur Verfügung gestellt. Jedoch wunderten sich zuletzt einige Besucher der Webseite Opendownload.de über die Rechnungen, die ihnen wider Erwarten ins Haus flatterten, hatten sie doch bloß vermeintliche Freeware heruntergeladen.

Opendownload.de hat es sich zur Aufgabe gemacht, Freeware zur sammeln und den Benutzern der eigenen Webseite zur Verfügung zu stellen. Auf den ersten Blick scheint es auch eine gute Lösung zu sein, viele dieser freien Angebote auf einer Webseite zu sammeln und somit eine zeitraubende Suche nach passender kostenloser Software im Internet zu vermeiden. Bevor man auf Opendownload.de jedoch die Programme herunterladen kann, muss man sich nur schnell mit einigen persönlichen Daten registrieren und dann kann’s auch schon losgehen. Allerdings liegt genau darin der Streitpunkt, der seit einigen Wochen diversen Juristen Arbeit verschafft: Hat man sich auf der Seite angemeldet, erhält man relativ schnell eine Rechnung von den Betreibern. Schließlich habe man bei der Anmeldung einen zweijährigen Vertrag mit Opendownload.de abgeschlossen, der mal eben mit 96 Euro zu Buche schlägt.

Verbraucherschützer warnen daher vor einer Anmeldung auf Opendownload.de: Es sei keine Rede von einem Vertragsschluss, auch ein Preis werde nicht angezeigt. Zudem sei von einem Widerrufsrecht keine Rede bei der Anmeldung, was deutschem Recht zuwiderlaufe. Der Verbraucherschutz hat die Webseite daher bislang dreimal abgemahnt. Benutzer, denen Rechnungen ins Haus flattern, sollen diese getrost ignorieren, rät der Verbraucherschutz zudem.

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