Wetter am Siebenschläfertag und Bedeutung nach Bauernregel

Beschreibung und Bedeutung der Wetter-Entwicklung nach "Siebenschläfer"

Wie das Wetter am Siebenschläfertag, dem 27.Juni, ist, so wird es auch in den folgenden sieben Wochen sein. Nach dieser Regel gibt der Bauernkalender vor, wie die Bauern sich auf die kommende Wetterlage einzustellen haben. Schlaue Menschen haben heutzutage errechnet (unter Auswertung einer langen Wetterstatistik), dass diese Behauptung zu 61% tatsächlich zutrifft.Den Namen hat der Tag nicht etwa nach dem gleichnamigen Tier, sondern nach 7 Jünglingen (Märtyrer) von Ephesus (heute Ruinenstadt in der Türkei), die in der Zeit der Christenverfolgung durch Kaiser Decius (249-251) sich in den Bergen von Ephesus in einer Höhle versteckten. Dort wurden sie entdeckt und lebendig eingemauert. Sie starben nicht, sondern schliefen 195 Jahre lang und erwachten am 27.6. 446, als sie zufällig entdeckt wurden. Daraufhin bezeugten sie die Wiederauferstehung von den Toten. Das Ereignis ist in vielen historischen Texten dokumentiert. Sogar der Islam beschreibt ein gleiches Ereignis in der 18.Sure des Korans.

Witterungstechnisch hängt das Phänomen, das die Bauernregel beschreibt, mit dem Jetstream zusammen, der sich Ende Juni und Anfang Juli für einen gewissen Zeitraum stabil gestaltet. Befindet sich der Jetstream im Norden, dann werden Tiefdruckausläufer nach Norden abgelenkt, folglich dominieren die Hochs die mitteleuropäische Wetterlage. Dabei ist diese Regel dennoch für Norddeutschland nicht recht anwendbar.

Trotz einer Verschiebung der sogenannten "Lostage" durch die Kalenderreform im Mittelalter( Einführung des Gregorianischen Kalenders, der den bis dahin gültigen Julianischen Kalender ablöste), die die Kalendertage und die Witterung um etwa 10 Tage verschoben hat, halten viele Menschen an der alten Bauernregel fest, zumal sie sich in Süddeutschland noch immer in 80% aller Jahre zu bewahrheiten scheint.

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