Bei Ohrenschmerzen hilft Zwiebel als Hausmittel

Über die heilende und antibakterille Wirkung der Zwiebel bei Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen treten besonders häufig während der typischen Erkältungszeiten, im Frühjahr und Herbst, auf. Dann gelangen Bakterien und Viren durch den Nasen- und Rachenraum ins Innenohr und verursachen dort Schmerzen, im schlimmsten Fall eine Mittelohrentzündung. Kinder sind hiervon häufiger betroffen, da ihre Ohrtrompete, die Verbindung zwischen Nase und Ohr, kürzer ist als die eines Erwachsenen. Schwierig ist das Erkennen der Ohrenentzündung vor allem bei Kleinkindern, die noch nicht sagen können was genau weh tut. Typische Erkennungsmerkmale können z. B. sein: ständiges Schreien, ohne dass das Kind zu beruhigen ist, schon bestehender Schnupfen, unklares Fieber, Rötung oder sogar Schwellung des Ohres, das Kind weigert sich zu trinken obwohl es Durst hat.

Ist die Entzündung erkannt, kann sie im Anfangsstadium mit einem bekannten Hausmittel bekämpft werden: die Zwiebel. Man geht folgender Maßen vor: eine Zwiebel klein schneiden und in ein sauberes Stofftaschentuch geben, gut verschließen und eventuell in der Mikrowelle kurz erhitzen. Das Päckchen, das möglichst klein sein sollte, wird dem Patienten nicht auf sondern hinter das Ohr geklemmt und mit Hilfe eines Stirnbandes oder einer Mütze fixiert. Hinter dem Ohr darf das Päckchen 30 bis 60 Minuten bleiben.

Die heilende Wirkung der Zwiebel basiert auf dem Alliin. Das ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die in den Knollen verschiedener Lauchgewächse, z. B. Bärlauch und Knoblauch, zu finden ist. Wird die Knolle zerstört, durch Fressfeinde oder Zerschneiden, beginnt eine Kette chemischer Reaktionen an deren Ende das Allicin steht. Allicin hat zelltötende (zytotoxisch) Eigenschaften, ähnlich der Wirkweise eines antibakteriellen Antibiotikums. Beim Knoblauch ist es verantwortlich für den typischen Geruch.

  • ÄHNLICHE EINTRÄGE