Tzbfg Gesetz 14 Abs. 2 beinhaltet Kündigungsfrist

Infos zum Teilzeitbefristungs-Gesetz mit Befristung nach §14 TzBfG

Das Teilzeitbefristungsgesetz, oder kurz auch TzBfG genannt, regelt laut §1 die Voraussetzungen für die Zulässigkeit befristeter Arbeitsverträge, gibt Anweisungen wie die Diskriminierung von teilzeitbeschäftigten und befristet beschäftigten Arbeitnehmern zu verhindern ist und fördert dadurch die Teilzeitarbeit.

Ein Arbeitsvertrag kann ohne das Vorliegen eines sachlichen Grundes laut § 14 Absatz 2 Satz 1 TzBfG auf bis zu zwei Jahre befristet erfolgen oder innerhalb von maximal 2 Jahren drei Mal verlängert werden. Diese Gründe liegen laut § 14 Absatz 1 TzBfG vor, wenn z.B. ein nur vorübergehender betrieblicher Bedarf besteht oder eine Vertretung erfolgen soll, sowie die Befristung zur Erprobung erfolgt, durch einen gerichtlichen Vergleich hervorgerufen wurde oder im Anschluss an eine Ausbildung oder Studium erfolgt, um den Arbeitnehmer einen erleichterten Berufsstart zu ermöglichen. Allerdings kann kein befristetes Arbeitsverhältnis nach § 14 Absatz 2 Satz 1 TzBfG zustande kommen, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat. Diese Regelung kann durch entsprechende Tarifverträge verändert werden. Zudem kann laut § 14 Absatz 2a TzBfG ein Unternehmen innerhalb der ersten 4 Jahre nach seiner Gründung ohne Bestehen eines sachlichen Grundes eine kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages von bis zu 4 Jahren abschließen. In dieser Frist ist ebenso eine mehrmalige Verlängerung möglich.

Wird ein befristetes Arbeitsverhältnis durch eine außerordentliche (fristlose) Kündigung oder durch die einvernehmliche Aufhebung des Arbeitsvertrages (Aufhebungsvertrag) gekündigt, gelten die allgemeinen Regeln zur Kündigungsfrist ohne Besonderheiten. Ist die Befristung allerdings nach §14 TzBfG wirksam, so ist eine Kündigung vor dem vertraglich festgelegten Ende der Befristung nach § 15 Absatz 3 TzBfG ausgeschlossen. Außer wenn diese im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbart wurde oder der Arbeitgeber Insolvenz anmeldet. Wenn ein befristeter Arbeitsvertrag für die Lebenszeit einer Person oder länger als 5 Jahre abgeschlossen wurde, z.B. bei zweckmäßig befristeten Arbeitsverträgen, kann auch dieser ordentlich und vorzeitig gekündigt werden, dann muss allerdings eine Kündigungsfrist von 6 Monaten Beachtung finden.

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