Optische Täuschung Jesus an Wand? und Erklärung

Eine Erklärung der visuellen Illusion von Jesus an der Wand findet sich in der Netzhaut des menschlichen Auges

Optische Täuschungen der verschiedensten Art sind im Internet zu finden. Besonders faszinierend sind jedoch langanhaltende, beinahe ins Auge eingebrannte Bilder. So z. Bsp. auch das ursprünglich eher wirre schwarz bis weiß Bild, aus dem sich nach längerem Betrachten das Gesicht Jesu bildet.

Anfangs blickt man für ca. 30 Sekunden bei gleichbleibendem Abstand auf das Bild, welches eine schemenhafte Maske auf schwarzem Untergrund darstellt. Zur Orientierung sind vier weiße Punkte in der Bildmitte angeordnet, die das Fixieren erleichtern. Im Anschluss daran schaut man auf eine weiße Wandfläche oder ähnliches und wird deutlich ein Gesicht erkennen, welches man durchaus den herkömmlichen Bildnissen Jesu zuordnen kann. Mehrmaliges Blinzeln lässt die schwarzen Linien noch deutlichere Umrisse darstellen. Erstaunlich ist das lange Anhalten der "Vision", sogar noch einige Minuten später sind die Umrisse des Gesichtes auf der weißen Fläche wahrzunehmen.

Durch die weißen Flächen im Ursprungsnegativ wird die Wahrnehmung des Gesichtes so gut wie unmöglich. Das lange Fixieren des Bildes bewirkt ein sog. Netzhautnachbild, das daraufhin zu einem widerum negativen Nachbild wird. Im Nachbild werden die ehemals weißen Flächen des Anfangsbildes undeutlicher dargestellt, somit wirken die schwarzen Konturen, welche das Gesicht bilden, umso deutlicher. Das Verblassen des Nachbildes lässt sich durch Blinzeln verhindern und hinauszögern.

Der gleiche Effekt zeigt sich auch bei einer Zeichnung zweier Affen, schwarz mit weißen Linien. Nach längerem Betrachten und anschließendem Blick auf eine weiße Fläche erkennt man deutlich Charles Darwin. Doch auch farbliche Nachbilder lassen sich auf der Netzhaut erzeugen. So wird aus einem grünen Quadrat ein rotes, rot ist die Komplimentärfarbe zu grün

  • ÄHNLICHE EINTRÄGE