HW 35 Exportfeder Einbau

Alles über den Einbau einer Export-Feder für das Einsteiger-Luftgewehr hw 35.

Viele Sportschützen in jungen Jahren, beginnen mit einem HW 325 Luftgewehr. Dieses Luftgewehr treibt das Geschoss durch die Ausdehnung von komprimiertem Gas an. Dieses wird, anders als bei Feuerwaffen nicht durch Explosion einer Treibladung erzeugt, sondern immer inner- oder außerhalb der Waffe mechanisch verdichtet. Eine starke Feder wird vor dem Schuss gespannt und drückt beim Auslösen den Kolben nach vorne, der die Luft auf 150 Bar komprimiert und damit das Geschoss antreibt. Dies ist ein weit verbreitetes Prinzip bei Freizeitwaffen. Der Nachteil der Federspeichersysteme liegt im kräftigen Prellschlag des Kompressionskolbens, der damit eine deutliche Erschütterung der Waffe bei der Schussentwicklung verursacht.

Die normale Reichweite des HW 35 liegt bei etwa 30 m, die Energieleistung bei 7,5 Joule. Durch den Einbau einer Exportfeder kann die Schussweite auf 40-60 m erhöht werden, die Energieleistung auf etwa 16-18 Joule und die Geschossgeschwindigkeit von etwa 175m/sek. auf 250m/sek.Der Erwerb der Exportfeder ist frei, in Österreich der Einbau dieser ebenfalls, in Deutschland ist der Einbau genehmigungspflichtig. Die Exportfeder hat eine Länge von 24 cm, der Außendurchmesser beträgt 23 mm, der Innendurchmesser 18,8 mm und die Stärke 3,6 mm.

Luftgewehre mit eingebauter Exportfeder dürfen nur auf zugelassenen Ständen benutzt werden, und sie zeichnen sich durch höhere Lautstärke in geschlossenen Räumen aus. Die Meinungen über den Einbau von Exportfedern ist zwiespältig, es gibt viele Befürworter, aber ebenso viele, die sich dagegen aussprechen. Dies spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Bestimmungen der beiden Nachbarländer Österreich und Deutschland wieder. Eine Exportfeder soll die Leistung des Gewehres erhöhen, und jeder sollte für sich entscheiden, ob das für ihn zweckführend ist oder nicht.

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