Legales und illegales Kino.to

Wer einen Download von Kino.to im Visir hat, der sollte sich ersteinmal mit der rechtlichen Lage vertraut machen

Kino.to ist ein Webportal, das kostenlos zahlreiche Filme und Serien zum Streamen, also zum Anschauen im Internet anbietet. Das ist natürlich sehr praktisch, doch ist so ein Service legal? Grundsätzlich gilt: Das Betreiben solcher Seiten ist illegal, da das angebotene Material urheberrechtlich geschützt ist. Schließlich schädigen Raubkopien die Filmindustrie in beträchtlichem Maße. Die Betreiber solcher Seiten finden jedoch zahlreiche Wege, das Recht zu umgehen. Kino.to zum Beispiel hostet laut Auskunft in den FAQs keine eigenen Streams, sondern verlinkt nur die Codes.

Zudem haben es die heimischen Behörden schwer, etwas zu unternehmen, denn diese Seiten sind oft auf Inselstaaten wie Tonga zugelassen, wo das Urheberrecht etwas lockerer gehandhabt wird, und deren Behörden keine Auskunft über die Betreiber geben, die also nicht ausfindig zu machen sind.Macht man sich etwa strafbar, wenn man solche Seiten nützt? Nein, denn das Anschauen von Raubkopien ist nicht illegal, nur das Downloaden.

Dennoch ist mit Seiten wie kino.to Vorsicht geboten. Schließlich wollen die Betreiber dieser Seiten auch etwas verdienen. Das Ansehen der Streamings ist zwar kostenlos, jedoch benötigt man für manche Filme bestimmte Software, die über die Seite zum Download angeboten wird. Zwar sind diese Programme eigentlich kostenlos verfügbar, der Link von kino.to führt allerdings zu betrügerischen Abzock-Seiten, die für ihren "Service", diese Programme bereitzustellen, illegalerweise um die sechzig bis 100 Euro verlangen. Diese Kostenhinweise sind meistens nur versteckt angebracht. Diese Praxis ist natürlich ebenfalls illegal. Falls man doch einmal in eine solche Falle gerät: Auf keinen Fall zahlen. Viele Seiten im Internet geben Auskunft darüber, was zu tun ist, wenn man eine ungerechtfertigte Zahlungssaufforderung erhält.

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